Der Kilimanjaro befindet sich in Tansania an der Grenze zu Kenia etwa 600 km nördlich von Daressalam sowie 210 km südlich von Nairobi. Der Kilimanjaro ( Kili ) ist ein alleinstehendes inaktives Vulkan-Massiv, das im wesentlichen aus den drei Kratern Shira, Mawenzi und Kibo besteht, wobei der Kibo mit 5895 Metern die höchste Erhebung des Kilimanjaro als auch ganz Afrikas darstellt. Die beiden Vulkane Mawenzi und Kibo sind miteinander über einen ca. 11 km langen, auf einer Höhe von etwa 4500 m ost-westlich verlaufenden Sattel verbunden. Der Kilimanjaro weist sechs Höhenzonen auf: Buschland bis 900 m, Kulturland bis 1800 m, Regenwald bis 3000 m, Heide und Moorland bis 4000 m, darüber Steinwüste und schließlich die Gipfelzone. Im Jahre 1977 wurde am Berg ab ca. 1800 m ein Nationalpark errichtet, dessen Betreten streng geregelt ist. So müssen beim Eintritt an einem Gate zum Kilimanjaro Naturpark obligatorisch Führer engagiert werden.
Der Kilimanjaro kann auf mehreren verschiedenen Routen von Tansania im Süden (Marangu-, Machame-, Umbwe-Route) sowie von Kenia im Norden (Rongai-, Kikelewa-, Nalemoru-Route) aus bestiegen werden. Die Touren werden üblicherweise auf 5 bis 9 Tagesetappen aufgeteilt, wobei ein möglichst langsamer Aufstieg für die Höhenanpassung sowie den Erlebniswert vorteilhaft ist.
Unsere Wanderung erfolgte im Rahmen einer bei Hauser-Excursionen gebuchten Reise, wobei die genannte Firma die Organisation des Fluges, des Transfers von und nach Nairobi, von Loitokitok über Rongai nach Nalemoru, der Unterkünfte in den Lodges in Loitokitok und Marangu, des Transfers des am Berg nicht benötigten Reisegepäcks von Loitokitok nach Marangu, die Bestellung eines Tour Operators, sowie die Bereitstellung der Mannschaft und der Zelte direkt bzw. indirekt abwickelte. Die Reisegruppe bestand aus 7, die Hilfsmannschaft aus 21 Personen.
Die Tour war als Nord-Süd-Überschreitung des Kilimanjaro angelegt, wobei der Aufstieg auf der Nalemoru-Route im Norden, der Abstieg auf der Marangu-Route (Normalroute, Coca-Cola-Route) erfolgte. Übernachtet wurde bis auf einmal (School Hut) in Zelten. Unsere Verpflegung wurde vollständig von der Crew übernommen. Die Gesamtlänge betrug 101 km. Ausgangspunkt der Wanderung war das Nalemoru Gate, das sich noch in der Kulturland-Zone befindet.
Die 6 Tagesetappen waren folgendermaßen eingerichtet:
1. Tag: Nalemoru Gate (1880 m) - Simba Camp (2630 m), 4 1/4 Stunden;
2. Tag: Simba Camp (2630 m) - Kikelewa Höhlen (3680 m), 8 Stunden;
3. Tag: Kikelewa Höhlen (3680 m) - Tarn Hut (4310 m), 3 3/4 Stunden;
4. Tag: Tarn Hut (4310 m) - School Hut (4720 m), 8 Stunden;
5. Tag: a) Gipfelsturm; School Hut (4720 m) - Uhuru Peak (5895 m) 8 3/4 Stunden)
5. Tag: b) Uhuru Peak (5895 m) - Horombo Huts (3750 m), 6 Stunden;
6. Tag: Horombo Huts (3750 m) - Marangu Gate (1930 m), 8 Stunden
Zeitpunkt:
7.7.2001 - 13.7.2001.
a) Teilnehmer:
Sarah Czapek (AT), Mona Czapek-Perkhofer (AT), Peter Czapek (AT), Walter Eisen (AT), Thomas Godlewsky (DE), Heidi Meisterle (AT), Peter Meisterle (AT)
b) Mannschaft:
Führer: Didas Reginald, Assistenten: Gaudence Mchomba, Donald Makange, Koch: William Peter, Assistent: Aniceth Bartalome, Träger: Faraj Saleh, Onesmo Peter, Alfready Krispin, Goodluck Emmanuel, Deoglas Cornel, Eliapenda Eliforaha, Mrindoko Ramadhan, Florintin Kileo, Boniface Damian, Vitalis Evod, Godfrey Zawadi, Prophes Ambrosi, Emil Inocent, Juma Ratabu, Florintine Mosha, Kanti Lazaru.
Bedingungen:
Ständig Sonnenschein, tagsüber mit Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius, nachts teilweise Frost; am Gipfel Sonnenschein mit Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Ausrüstung (je Person):
Wasserfeste atmungsaktive Regenjacke, Regenhose, Bergschuhe und Handschuhe (Skihandschuhe); dünne Innenhandschuhe; 1 elastische Wanderhose, 1 Trekkinghose mit abzippbaren Beinteilen, warme Mütze, Stirnband, Schal, 2 Fleece-Pullover, 3 Funktions-Hemden, 3 Garnituren Funktions-Unterwäsche kurz, 2 Garnituren warme Funktions-Unterwäsche lang, 6 Paar dünne Untersocken, 2 Paar warme Wollsocken, Sandalen, Sonnenhut,Sonnen- und Gletscherbrillen, aufblasbare Liegematte, Daunenschlafsack (min. -10 Grad Celsius Komfortbereich), Biwaksack, Rucksack 50 Liter, Seesack für das von den Trägern beförderte Gepäck, Stirnlampe (LED), teleskopierbare Wanderstöcke, Gamaschen, Fotoausrüstung mit Reservebatterien, 3 Wasserflaschen mit 1.5 Liter Inhalt (Trinkwasser wird von der Crew abgekocht zur Verfügung gestellt), Müsliriegel, Elektrolyt-Pulver, Medikamente, Verbandsmaterial, Sonnenschutzcreme und -Blocker, Lippensalbe, Moskito-Spray, Waschzeug, Toilettartikel, Oropax.
Tips:
Entscheidend für den Gipfelerfolg sind möglichst langsames Gehen (Trauermarschtempo ist das absolute Maximum) von Beginn an sowie ausgiebige Flüssigkeitszufuhr (min. 3 Liter - eventuell mit Elektrolyten - während der Märsche). Als gute Maßnahme gegen Blasenbildung an den Füßen infolge Aufweichung derselben auf den langen Etappen ist die Verwendung einer Kombination von dünnen Woll- oder Funktions-Untersocken mit dicken Woll-Übersocken empfehlenswert. Da das Trinkwasser abkekocht wird und manchmal aus Zeitnot heiß abgefüllt werden muß, sind stabile Wasserflaschen günstig. Angesichts der in größerer Höhe auftretenden Planlosigkeit und Verwirrtheit helfen Plastiksäcke mit beschreibbaren Etiketten für die Verpackung der verschiedenen Ausrüstungskategorien bei der Orientierung im Rucksack. Um den wichtigen Erholungsschlaf nicht zu gefährden, ist ein möglichst warmer Schlafsack anzuraten. Da ein Träger höchstens 20 kg Last übernimmt, sollte man nicht beim Ausrüstungsgewicht sparen, sondern lieber einen zusätzlichen Träger engagieren - Arbeit ist in Tanzania ohnedies Mangelware, die Kosten für die Tour steigen lediglich um 30 US$. Wer ein Herz für Kinder hat, braucht viel Schokolade und/oder kleine sinnvolle Spielsachen bzw. nützliche Dinge zum Verschenken.
Resumee:
Die Kilimanjaro-Besteigung ist in mehrerlei Hinsicht ein unvergessliches Erlebnis: Die Vegetation in den verschiedenen Höhenstufen ist reichartig, abwechslungsreich, von ungewöhnlichen Größenausmaßen, einzigartig, schlichtweg faszinierend. Der Anblick der gewaltigen Dimensionen des Massivs insbesondere von der Gipfelregion aus ist unbeschreiblich. Auch die zweifelsohne außergewöhnlichen körperlichen Anstrengungen verbunden mit zeitweisem Schlafmangel bzw. deren Überwindung bleiben sicherlich im Gedächtnis. Schließlich wohnt dem Berg eine fühlbare Spiritualität inne, die man besonders nachts empfindet (er wird von den Einheimischen Wohnung der Götter genannt). Mit dem Auftreten von Symptomen der Höhenkrankheit muß man jedoch rechnen: Schwindel, Benommenheit, bei Anstrengung leichte Übelkeit und Nasenbluten.
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hiking, trekking and climbing: trail to Kilimanjaro, the highest mountain of Africa; photo gallery, pictures of the trail; short report of the trek to Kilimanjaro mountain.